Blindenführhunde


Speziell ausgebildete Assistenzhunde  -Blindenführhunde- ersetzten einem blinden oder hochgradig sehbehindertem Menschen das Augenlicht. Sie gewährleisten eine gefahrlose Orientierung sowohl in gewohnter als auch in fremder Umgebung und schützen vor Hindernissen. Die Ausbildung eines solchen Hundes dauert in der Regel zwei Jahre und wird von entsprechend qualifizierten Hundetrainern durchgeführt. Nach erfolgreicher Überprüfung des Hundes wird er an “seinen” blinden Menschen abgegeben. Natürlich bedarf es dann noch einiger Übung, bis beide zu einem eingespielten Team werden. Ein guter Blindenführhund arbeitet sehr selbstständig. Er erkennt die verschiedensten Hindernisse wie Bodenlöcher, Baustellen, Treppen, Bordsteine oder herabhängende Zweige und weicht diesen selbstständig aus oder zeigt sie dem Blinden an. Über 150 erlernte Kommandos sind für einen Blindenführhund nichts Besonderes. Er kann links von rechts unterscheiden und selbstständig die Wege zum nächsten Supermarkt oder der Bushaltestelle finden. Während der Arbeit tragen Blindenführhunde ein weißes Führgeschirr. Dies ist nach §2 Abs. 2 FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung) ein Verkehrsschutzzeichen, welches andere Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht verpflichtet.